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KREMATORIUM THUN-SCHOREN

OFFENER PROJEKTWETTBEWERB 2015

LANDSCHAFTSPLANUNG

A24 Landschaft
Köpenicker Strasse 154 a
D-10997 Berlin

HLKK-PLANUNG

Waldhauser + Hermann AG
Florenzstrasse 1d
CH-4142 Münchenstein

TRAGWERKSPLANUNG

WAM Planer & Ingenieure AG
Münzrain 10
CH-3005 Bern

Mobirise

Der architektonische Entwurf für das Krematorium in Thun-Schoren wird von dem Gedanken getragen, eine räumliche Atmosphäre zu schaffen, welche den Hinterbliebenen – losgelöst von ihrer Konfessionszugehörigkeit - einen würdigen Abschied von ihren verstorbenen Angehörigen ermöglicht und den Bedürfnissen nach Ruhe und Besinnung sowie dem Austausch mit Familienangehörigen, Freunden und Seelsorgern einen angemessenen Rahmen bietet.

Das neue Gebäudeensemble wird aus der Feldteilung des Friedhofgeländes entwickelt und erscheint wie drei plastisch aus dem Boden empor tretende Erdblöcke. Das Krematorium kommt am Kreuzungspunkt der beiden Wegachsen zur bestehenden Abdankungshalle im Westen und zum neuen Besucherparkplatz im Süden zu liegen. Zusammen mit den beiden Gebäuden für den Friedhofsunterhalt schirmt es das Friedhofsareal gegen den Anlieferungsbereich ab und fasst zugleich den neuen Gartenhof schützend ein. Über eine grosszügig angelegte Rampen- und Treppenanlage gelangt der Besucher zum Haupteingang und von dort in die Eingangshalle. Über grosszügige Glasfronten fällt der Blick in das durchgrünte Friedhofareal. Eine Gangzone mit leicht verminderter Raumhöhe, Sitznischen und dezenter Raumbelichtung bildet die ‚Schwelle’ zum Ofenvorraum und zur zentralen Totenhalle. Letztere ist als Sakralraum und ‚Raum der Stille‘ konzipiert. Ihre Mitte besetzt ein Wasserbecken, in welchem ein mächtiger Pfeiler steht. Dieser lenkt den Blick der Trauernden nach oben hin zum Licht und zum Himmel. Der sich nach oben konisch verjüngende Dachraum der Totenhalle gibt dem Krematoriumbau zugleich seine markante Dachform. Ringförmig um die Totenhalle herum kommen die Aufbahrungszimmer, der Dienstgang und die Bereiche für das Personal zu liegen.

Der Rhythmus der Bänder in Mauerwerk und der überbreiten Mörtelfugen erzeugen eine horizontale Fassadengliederung, welche an geologische Schichten erinnert. Gleichzeitig werden die Oberflächen zum Ornament, über welches sich beim Sitzen im Gartenhof meditieren lässt, welches den Neubauten aber auch einen repräsentativ-feierlichen Charakter verleiht. Schmale Fensterschlitze mit in das Mauerwerk eingelassenen Fensterrahmen betonen die Schwere und Erdverbundenheit der Wände.

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